Anleitung: Monopoly Spielregeln

Monopoly

Die Wirtschafts-Simulation

Monopoly

Spielregeln

Spielverlauf

An Monopoly können in der Standardversion zwei bis sechs Personen teilnehmen. Zu Beginn wird reihum gewürfelt. Der Spieler mit der höchsten Augenzahl beginnt, danach geht es im Uhrzeigersinn weiter.

Welche Aktionen ein Spieler während seines Spielzugs ausführt, hängt von dem Feld ab, auf dem er landet. Betritt seine Spielfigur ein freies Grundstück, so kann er dieses kaufen, sofern er genügend Geld besitzt. Gehört dieses Grundstück schon einem anderen Spieler, so muss er diesem einen festgelegten Mietbetrag zahlen, der aus der Besitzrechtskarte des Grundstücks hervorgeht. Wenn er eine Karte ziehen muss, führt er die auf dieser genannte Aktion aus. Außerdem gibt es Felder, die ihn zur Zahlung eines Gelsbetrags verpflichten oder ihn ins Gefängnis schicken. Kommt ein Spieler bei seinem Zug über das Startfeld "Los" - ein Ziel gibt es bei Monopoly nicht, es wird immer im Kreis gezogen - darf er sein Gehalt in Höhe von 4.000 DM bzw. 200 Euro einziehen. Landet er direkt auf dem "Los"-Feld, steht ihm in einer inoffiziellen Variante des Spiels das doppelte Gehalt zu. Auf diese Weise wird immer mehr Kapital ins Spielgeschehen eingebracht, das es erst ermöglicht, viele Grundstücke zu kaufen und Häuser zu bauen.

Im Rahmen eines Zuges kann ein Spieler auch weitere Häuser auf seinen Grundstücken bauen. Hat der Spieler einen Pasch gewürfelt, darf er noch einmal würfeln und einen weiteren Zug ausführen. Der dritte Pasch in Folge bringt ihn allerdings ins Gefängnis, ohne dass er den Zug noch ausführen darf.

Alle unbebauten Grundstücke dürfen zu jedem Zeitpunkt des Spiels zu einem frei verhandelbaren Preis an einen anderen Spieler verkauft werden.

Versteigerung

Sofern er genügend Geld besitzt, wird ein Spieler das Feld, auf das er mit seiner Spielfigur kommt, im Normalfall auch kaufen wollen. Verzichtet er jedoch auf den Kauf, kommt das Grundstück in die Versteigerung. Alle Spieler können darauf bieten; der Spieler mit dem höchsten Gebot bekommt das Grundstück.

Gefängnis

Ins Gefängnis zu kommen, ist in den meisten Fällen ärgerlich. Denn es bedeutet, dass ein Spieler bis zu drei Runden aussetzen muss und in dieser Zeit auf dem Spielfeld nicht vorwärts kommt, kein Gehalt einziehen und keine weiteren Straßen kaufen kann. Miete kassieren und Häuser bauen darf er aber dennoch.

In jeder dieser Runden darf er würfeln. Erzielt er einen Pasch, kommt er aus dem Gefängnis frei. Wenn auch in der dritten Runde kein Pasch fällt, kommt der Spieler trotzdem wieder frei, muss allerdings einen Geldbetrag an die Bank zahlen. Alternativ kann er in einer der ersten beiden Runden vor dem Würfeln eine Geldbuße zahlen, um frei zu kommen, und kann dann ganz normal würfeln. Auch die Karte "Du kommst aus dem Gefängnis frei." kann ihn befreien. Sie kann allerdings nicht den Weg auf das Gefängnisfeld verhindern.

Die Wege ins Gefängnis sind unterschiedlich. Das Feld am gegenüberliegenden Ende des Spielfeldes schickt einen Spieler ins Gefängnis. Auch eine Gemeinschaftskarte oder Ereigniskarte kann einen entsprechenden Inhalt besitzen. Der dritte Pasch in Folge innerhalb eines Zuges bringt einen Spieler ebenfalls ins Gefängnis.

Wenn man hingegen durch Würfeln auf dem Gefängnisfeld landet, muss man nicht hinter Gitter. Man ist dann "Nur zu Besuch".

Gemeinschaftsfelder und Ereignisfelder

Sobald ein Spieler mit seiner Figur auf einem Gemeinschaftsfeld oder einem Ereignisfeld landet, muss er eine Gemeinschaftskarte beziehungsweise Ereigniskarte vom entsprechenden Stapel ziehen. Inhaltlich unterscheiden sich die Karten beider Stapel nicht großartig. In den meisten Fällen bekommt der Spieler einen mehr oder weniger hohen Geldbetrag oder muss ihn bezahlen. Andere Karten schicken ihn auf ein bestimmtes Feld. Nach dem Ausführen der Anweisung werden die Karten wieder unten in den Stapel hinein gesteckt. Eine Ausnahme bildet die Karte "Du kommst aus dem Gefängnis frei." Sie darf so lange behalten werden, bis sie eingesetzt wird.

Steuer

Im richtigen Leben ärgert man sich über unvorhergesehene Steuernachzahlungen. Auch in Monopoly kann es passieren, dass man plötzlich Steuern zahlen muss, wenn man auf die Felder "Einkommensteuer" oder "Zusatzsteuer" kommt. Ganz besonders ärgerlich ist regelmäßig das Feld "Einkommensteuer". Nur vier Felder hinter "Los" gelegen, entspricht die Steuer genau dem Betrag, den man beim Überqueren von "Los" als Gehalt eingenommen hätte oder gerade erst eingenommen hat.

Frei Parken

Das Feld "Frei Parken" ist wohl der häufigste Bestandteil individueller Regelungen. Im Original gibt es keine bestimmte Regel. Man darf dort einfach ausruhen. In einer Variante werden die Zahlungen, die normalerweise an die Bank gehen, in der Mitte des Spielfelds abgelegt. Kommt nun ein Spieler mit seiner Figur auf "Frei Parken", darf er diesen "Jackpot" an sich nehmen.

Der Bankrott

Wenn ein Spieler einem anderen auch nach Verkauf seiner Häuser und Aufnahme von Hypotheken einem anderen die Miete nicht zahlen kann, ist das Spiel für ihn zu Ende. Er übergibt seine ganzen Besitzrechtskarten sowie sein Bargeld dem Gläubiger. Ist der Gläubiger die Bank, wird der restliche Besitz an den Meistbietenden versteigert.

Regelvariationen

Besonders nette Spieler können sich bereit erklären, einem Spieler, der eigentlich pleite wäre, die Mietzahlungen zu stunden. Hierbei kann im Voraus ein Zinssatz festgelegt werden. Das Spiel kann sich dadurch natürlich verlängern. Kann der bankrotte Spieler allerdings auch nicht mehr an die Bank zahlen, ist das Spiel für ihn an diesem Punkt zu Ende. Ebenso kann vereinbart werden, dass Straßengruppen mitsamt Gebäuden an den anderen Spieler weitergegeben werden können, um eine Mietzahlung zu leisten.

Des Weiteren kann bei der Rückzahlung der Hypotheken auf die Zinsen verzichtet oder beim Verkauf der Häuser der volle Kaufpreis erstattet werden.

Auch für das Werfen eines Paschs und weitere Handels- und Tauschgeschäfte unter den Spielern gibt es eine Vielzahl an inoffiziellen Regeln.

Schnellspiel-Regeln

Die Schnellspiel-Regeln sind für alle eiligen Spieler geeignet. Zunächst werden gleich zu Spielbeginn je zwei Besitzrechtskarten für Grundstücke aus einem gut durchgemischten Stapel an die Spieler verteilt. Den aufgedruckten Betrag zahlen sie an die Bank. Anstatt vier Häusern sind nur drei Häuser notwendig, um anschließend ein Hotel errichten zu können. Das Spiel endet mit dem Bankrott des zweiten Spielers. Sein ganzer Besitz geht an den Gläubiger über, also an einen anderen Spieler oder die Bank.

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